Orchesterakademie der Nürnberger Symphoniker

Die 2015 gegründete Orchesterakademie der Nürnberger Symphoniker führt hochtalentierte Nachwuchskünstler:innen unmittelbar nach dem Abschluss ihres Studiums an die praktische Arbeit eines großen symphonischen Orchesters heran. Sie bereitet sie bis zu zwei Jahre lang unter professionellen Bedingungen auf eine Laufbahn als Orchestermusiker:innen vor – vergleichbar mit "training on the job". Dazu gehören Einzelunterricht ebenso wie Mitwirken an Konzertprojekten und Vorstellungen. Zudem werden sowohl Solokonzerte als auch Orchesterstellen zur Probespielvorbereitung gemeinsam mit dem kompletten Orchester erarbeitet, ein Alleinstellungsmerkmal unserer Orchesterakademie. All dies geschieht unter der fachlichen und engagierten Betreuung durch erfahrene Mitglieder der Nürnberger Symphoniker.

Musikerinnen und Musiker der Orchesterakademie

Eloise Kretschmer

Eloise Kretschmer

Kontrabass, Akademistin Mehr erfahren

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht Musikerin geworden wäre?
Schreiner oder Astronom.

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
Musik, aus der es kein Entkommen gibt. Warteschleife! Lift-Musik!

Mein derzeitiger Lieblingskomponist oder Lieblingsmusik: 
Bach! Wegen Bach lerne ich auch Barock-Cello und Viola da Gamba.

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
PIZZA MARGHERITA

Mein Vorbild aus der Geschichte:
The Suffragettes, frühe Aktivisten der Frauenbewegung.

Dieses Buch würde ich zum Lesen empfehlen:
His Dark Materials, eine Trilogie von Philip Pullman.

Wenn ich Königin von Deutschland wäre, würde ich ...
... nie mehr Formulare ausfüllen.

Gabriel Lopez

Gabriel López

Schlagwerk, Akademist Mehr erfahren

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht Musiker geworden wäre?
Wenn ich kein Musiker wäre, hätte mich schon immer die Medizin begeistert, besonders die Neurologie. Ich finde es faszinierend, wie das Gehirn arbeitet und welche Auswirkungen es auf unseren Körper und unser Leben hat. Deshalb nehme ich an, ich wäre Neurologe geworden und hätte mich ohne Zweifel auf Kinder spezialisiert – und würde anderen mein Wissen weitergeben.

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
Ein Komponist, den ich überhaupt nicht ausstehen kann, ist Stockhausen, weil seine Musik sehr schwer zu spielen ist – oder besser gesagt, nicht nur schwer, sondern auch kompliziert zu verstehen und es äußerst schwierig ist, all die Instrumente zu beschaffen, die er verlangt. Er hat sogar ein Stück für Hubschrauber komponiert – welcher Schlagzeuger kann denn bitte einen Hubschrauber fliegen!

Mein derzeitiger Lieblingskomponist oder Lieblingsmusik:
Die "Lieblingskomponistenfrage" ist eine, die ich immer zu vermeiden versuche – es gibt so viele Werke von verschiedenen Komponisten, die mich begeistern. Aber jemand, dessen Musik ich besonders genieße, wenn ich sie spiele, ist Tschaikowski. Ich finde, in seiner Musik gibt es magische Momente, die mich in eine andere Welt versetzen. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch jung bin und mir die Reife fehlt, um einen anderen Komponisten zu wählen, aber im Moment wäre das meine Antwort.

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
Die valencianische Paella oder jedes Gericht meiner Großmutter – das ist das beste Essen der Welt.

Mein Vorbild aus der Geschichte:
Mein Vorbild wären meine Mutter oder mein Vater, aber wenn ich jemanden Berühmteren wählen müsste, würde ich unglaublich gern ein Gespräch mit Freddie Mercury oder Rafa Nadal führen.

Juan Rodrigues

Juan Rodrigues

Violoncello, Akademist Mehr erfahren

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht Musikerin geworden wäre?
Ich wäre ganz sicher Fußballspieler geworden, ein bisschen das brasilianische Klischee, denn ich bin mit dem Ball am Fuß aufgewachsen und habe es sogar bis in den Profibereich geschafft. Aber meine Leidenschaft für die Musik war einfach viel größer.

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
Ehrlich gesagt, gibt es keinen Komponisten, den ich wirklich nicht leiden kann. Vielleicht nur Werke, die ich noch nicht ganz verstehe.

Mein derzeitiger Lieblingskomponist oder Lieblingsmusik:
Ich würde mich als sehr vielseitigen Menschen bezeichnen, das hängt bei mir stark von der Stimmung des Tages ab. Aber ich könnte Beethovens Streichquartette stundenlang hören, ohne je müde zu werden. Auch Schuberts Streichquintett mit zwei Celli und Schönbergs Verklärte Nacht gehören zu den Werken, die mich immer wieder tief berühren.

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
Bei brasilianischem Essen werde ich generell schwach, aber bei Feijoada mit Caipirinha ganz besonders! Das ist so ein starkes Duo, dass man danach selbst richtig schwach wird… und am liebsten direkt ein Nickerchen macht.

Mein Vorbild aus der Geschichte:
Mein Vorbild ist mein im Andenken lebender Cellolehrer Matias de Oliveira Pinto. Er hat mir gezeigt, dass Musik zu lehren, ein Akt der Liebe ist.

Dieses Buch würde ich zum Lesen empfehlen:
Ein Buch, das richtig auf die Stimmung drückt? Ganz klar: Grützmachers Etüden für Cello. Nach ein paar Takten weiß man, wo man steht, nämlich ganz unten. Spaß beiseite: Don Quixote ist Pflichtlektüre. Es geht ums Träumen, Scheitern und trotzdem mit Mut und Fantasie weiterzumachen.

Wenn ich Königin oder König von Deutschland wäre, würde ich …
... in die Bildung auf transformative Weise investieren, nicht nur durch die Finanzierung von Schulen und Universitäten, sondern indem ich ein Umfeld schaffe, das die Studierenden wirklich unterstützt, damit sie sich ohne Ablenkungen auf ihr Studium konzentrieren können. Ich glaube, dass wir so jedem die Möglichkeit geben, sein volles Potenzial zu entfalten und eine Zukunft voller Chancen für uns alle zu gestalten.

Ehemalige Akademisten erfolgreich im Job

Die Orchesterakademie der Nürnberger Symphoniker ist ein hervorragendes Sprungbrett. Das zeigen die verschiedenen beruflichen Erfolge der Absolvent:innen, sowohl bei uns als auch bei anderen Orchestern. Ursprünglich als Akademist hat bei uns begonnen und ist nun in führender Position: Pin-Lin Chu, Vorspieler Bratschen

In anderen Orchestern sind folgende ehemalige Akademist:innen tätig und haben zum Teil beachtliche Karrieresprünge vorzuweisen:
Andrea Götsch: zunächst als Solo-Klarinettistin am Stadttheater Baden, von 2019 bis 2023 als 2. Klarinettistin und ab 2023 als Solo-Klarinettistin im Orchester der Wiener Staatsoper/Wiener Philharmoniker
Matic Kuder: von 2017 bis 2021 Solo-Klarinettist bei uns, seit 2021 Klarinettist der Berliner Philharmoniker
Xizi Wang: zunächst in der Mendelssohn-Akademie des Gewandhausorchesters, heute Solo-Paukistin beim Gerhardt-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau
Hung-Tzu Chu: stellv. Solobratschistin der Bergischen Symphoniker
Federico Rüdiger: Violine
Abbie McDonagh: Violine, Zeitvertrag beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg
Felix Beck: Schlagzeug, Zeitvertrag bei der Badischen Philharmonie Pforzheim

Üblicherweise bietet unsere Orchesterakademie sechs Musiker:innen in den Instrumenten Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Trompete und Schlagzeug einen bis zu 2-jährigen Weiterbildungsplatz. Aktuell sind es sogar acht Musiker:innen.

Kontakt

Lukas Krauß
Mitarbeiter Orchesterbüro
orchesterbuero@nuernbergersymphoniker.de
T +49 911 474 01-40

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