Nürnberger Symphoniker

Geschichte

NÜRNBERGER SYMPHONIKER – MUSIK ERLEBEN!

Künstlerische Qualität und stilistische Bandbreite – das sind die Markenzeichen der Nürnberger Symphoniker. Seit ihrer Gründung 1946 sind sie an allen musikalischen Fronten dabei: Oper, Operette, Oratorium, Film und vor allem das Symphoniekonzert – in all diesen Genres machen sie Musik zum Erlebnis.

In rund 100 Auftritten pro Saison erfreuen sie als das Konzertorchester der europäischen Metropolregion Nürnberg jedes Jahr an die 200.000 Zuhörer mit musikalischen Veranstaltungen der verschiedensten Art. Während bei den Symphonischen Konzerten am Samstagabend und Sonntagnachmittag in der Nürnberger Meistersingerhalle der Schwerpunkt auf dem klassisch-romantischen Repertoire liegt, widmen sie sich in ihrer Reihe Symphoniker Plus im Musiksaal in der Kongresshalle spannenden genreübergreifenden Projekten aus Pop, Jazz, Film und Literatur. Seit der Saison 2015/16 wurde das Programm um die Reihe Nachmittag Extra erweitert, u. a. mit einem Konzert für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Neben diesen neuen Konzertformaten stehen Genre übergreifende Produktionen mit Jazz- und Popmusik im Fokus.

Geschichte Musiksaal
Der Musiksaal in der Kongresshalle wurde am 6./7. März 2008 nach gut einjähriger Bauphase feierlich mit Weltstar Giora Feidman eröffnet. Nach einer 18-monatigen Zwischennutzung durch das Schauspielhaus steht der neue Musiksaal seit Januar 2011 dem Orchester wieder als Proben- und einem breiten Publikum nun auch als neuer Konzert- und Veranstaltungssaal zur Verfügung.

Im Advent gehören ihre stimmungsvoll-weihnachtlichen Adventskonzerte mit festlicher Barockmusik zum Pflichtprogramm der Besucher des Nürnberger Christkindlesmarktes. Und während der Sommersaison beim Musiksommer im Serenadenhof oder bei Europas größtem Klassik Open Air im Luitpoldhain steht die ganze Welt der Musik auf dem Programm.

In der Vergangenheit agierten die Nürnberger Symphoniker zudem als Gastorchester im Nürnberger Staatstheater, als Orchester der Opernfestspiele in Heidenheim und als Festspielorchester beim traditionsreichen Festival „Fränkischer Sommer“. In Kooperation mit der Staatsphilharmonie Nürnberg führten sie spektakuläre Riesenwerke – Mahlers „Symphonie der Tausend“ und Schönbergs „Gurrelieder“ – auf.

Geschichte Gipfeltreffen

Ein Herzstück der Orchesterarbeit sind die altersgerechten und interaktiven Kinder- und Jugendkonzerte (in der Reihe "Junge Ohren"), mit denen sie einen engagierten Beitrag zur Förderung des Konzertbesucher-Nachwuchses leisten. Für ein Sonderprojekt im Rahmen von Symphoniker im Klassenzimmer wurde das Orchester 2012 mit dem Paula-Maurer-Preis ausgezeichnet.

Geschichte Volkskonzert
Das Fränkische Landesorchester (die späteren Nürnberger Symphoniker) mit Erich Kloss am Pult im Jahr 1952. Damals nannten sich die Abonnementkonzerte des Orchesters noch "Volkskonzerte", und sie fanden - da die Meistersingerhalle noch nicht existierte - im Nürnberger Opernhaus statt.

Ein Highlight in der Orchestergeschichte brachte das Jahr 1993: Für ihre sensationelle Einspielung des Main Title der Fernsehserie „The Beauty and the Beast“ wurden die Nürnberger Symphoniker in Los Angeles mit einem der begehrten Grammy Awards ausgezeichnet – Krönung einer „Hollywood-Connection“, die bis in die 50er Jahre zurückreicht, als das Orchester die Soundtracks von „Ben Hur“ und „Quo Vadis“ aufnahm.

Ben Hur
Ben Hur
More Music From BEN-HUR, Music Composed by Milos Rozsa, Frankenland State Symphony Orchestra* conducted by Erich Kloss. Aufgenommen für Metro-Goldwyn-Mayer Inc. im Internationalen Musikstudio des Fränkischen Landesorchester e.V., Nürnberg (P) 1959 Metro-Goldwyn-Mayer, Inc.
(*heute Nürnberger Symphoniker)
Quo Vadis, Suite, Frankenland State Symhony Orchestra* conducted by Erich Kloss. Aufgenommen für Capitol Records im Internationalen Musikstudio des Fränkischen Landesorchester e.V., Nürnberg (P) 1951 Capitol Records
(*heute Nürnberger Symphoniker)
Klassik Open Air
Alexander Shelley, von 2009 bis 2017 Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Seine mitreißenden, exzellenten Konzerte waren für Publikum und Orchester Höhepunkte der Konzertsaison. Beim jährlichen Klassik Open Air im Luitpoldhain animierte er durch seine brillante Moderation bis zu 80.000 Zuhörer zum Mittanzen und -singen.

Längst bewegen sich die Nürnberger Symphoniker auf internationalem Parkett. Weltstars wie Cecilia Bartoli, Cheryl Studer, Edita Gruberova und José Carreras haben mit ihnen musiziert, glanzvolle Namen wie Albrecht Mayer, Martin Stadtfeld, Cameron Carpenter, Daniel Hope, Mischa Maisky, Martin Grubinger oder Sabine Meyer begeisterten wiederholt das Nürnberger Publikum. Von 2009 bis August 2017 leitete Alexander Shelley als Chefdirigent das Orchester: Ein brillanter, charismatischer Orchesterleiter, der in der ganzen Welt gefragt ist und seit 2015 Leiter des prestigeträchtigen National Arts Centre Orchestra in Ottawa ist. In seiner Ära absolvierten die Nürnberger Symphoniker zahlreiche internationale Gastspiele in Wien, Prag, Mailand, Japan und in China. Ab der Spielzeit 2018/19 wird der aus Singapur stammende Kahchun Wong, Gewinner des Mahler-Wettbewerbs 2016, das Orchester leiten. Bereits Ende 2017 wird er das Orchester auf einer erneuten China-Tournee begleiten und leiten. So tragen sie heute ihre Interpretationen „Made in Nuremberg“ vital, inspiriert und selbstbewusst in die Welt:

NÜRNBERGER SYMPHONIKER – MUSIK ERLEBEN!

Chronologie

Historische Ereignisse:

1946
Gründung des Fränkischen Landesorchesters und des gleichnamigen Trägervereins

1963
Umbenennung in Nürnberger Symphoniker, Trägerverein wird Fränkisches Landesorchester e.V sowie Ausbau und Umzug in die Kongresshalle

2001
Gründung des Vereins Freunde und Förderer der Nürnberger Symphoniker e.V., 1. Vorsitzender Helmut Ruckriegel

2008
Eröffnung Musiksaal in der Kongresshalle

2015
Gründung Orchesterakademie

2016
Festkonzert 70 Jahre Nürnberger Symphoniker

 

Chefdirigenten:

1949
Erich Kloss

1968
Othmar Maga

1971
Günter Neidlinger

1974
Werner Andreas Albert

1980
Klauspeter Seibel

1989
Georg Schmöhe

1994
Thomas Gabrisch

1997
Jac van Steen

2005
Bernhard Gueller

2009
Alexander Shelley

2018
Kahchun Wong

 

Intendanten:

1980
Günter Einhaus

2000
Ulrich Görg

2003
Lucius A. Hemmer