Nürnberger Symphoniker

Portrait Lars Vogt

FRAGEBOGEN

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht Musikergeworden wäre?
Am liebsten Fußballer (hätte wohl vom Talent her nicht geklappt). Ich hätte aber auch gerne etwas mit Geschichte oder Politik zu tun gehabt.

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
Das wäre etwas zu hart formuliert, selbst bei Komponisten, denen ich nicht so nahe bin. Ich habe zunächst mal einen immensen Respekt vor jedem, der den Mut hat, Musik zu Papier zu bringen.

Mein derzeitiger Lieblingskomponist oder Lieblingsmusik:
Ich kann mich nie zwischen meinen ganz großen Helden Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Dvorak und Brahms entscheiden. Und noch einer Reihe weiterer...

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
Guter Mozarella di Bufala mit Tomate. Filetsteak englisch... Leider auch bei Spaghetti Bolognese. Ich esse überhaupt sehr gerne.

Mein Vorbild aus der Geschichte:
Anne Frank. Michail Gorbatschow.

Dieses Buch würde ich zum Lesen empfehlen:
Walter Moers: Wilde Reise durch die Nacht. Oder auch: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär. Auch wunderbar und sehr lustig: Der Fönig.

Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich ...
Allen Kindern ermöglichen wollen, von Anfang an mit Musik und Musizieren als selbstverständlichem Teil des Lebens aufzuwachsen.

 

BIOGRAFIE

 

Lars Vogt hat sich als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. 1970 in Düren geboren, zog er erstmals große Aufmerksamkeit auf sich, als er 1990 den zweiten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewann. In den letzten 25 Jahren hat Lars Vogt eine weltweite Karriere als Pianist erreicht. Zunehmend begann er vor einigen Jahren sich neben seiner  Solistentätigkeit dem Dirigieren zu widmen. Seit der Saison 2015/16 ist er der Künstlerische Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle England.

In seiner Pianistenlaufbahn gastierte Lars Vogt u.a. beim Royal Concertgebouw Orchester, den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic wie dem London Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra sowie beim Orchestre de Paris. Eine besonders enge Verbindung besteht zu den Berliner Philharmonikern, wo er in der Saison 2003/04 der erste „Pianist in Residenz“ war. Lars Vogt arbeitete mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Claudio Abbado und Andris Nelsons.

Höhepunkte der Saison 2016/17 sind eine erste Asientournee mit der Royal Northern Sinfonia; als Solist gastiert Lars Vogt u.a. beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Tonkünstlerorchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Sinfonieorchester Basel, beim Santa Cecilia sowie dem Philharmonia Orchestra. Die enge Zusammenarbeit mit Christian Tetzlaff findet in dieser Saison ihren Niederschlag in einer ausgedehnten USA Tournee, im Trio mit Tanja und Christian Tetzlaff sind Konzerte in Europa geplant. Außerdem gibt er zusammen mit Ian Bostridge Liederabende in Hamburg, London, Wien sowie bei der Schubertiade.

Lars Vogt erfreut sich eines internationalen Renommées als Solist und Kammermusikpartner. 1998 gründete er sein Festival „Spannungen“ in Heimbach/Eifel. Dieses Festival hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Ort anspruchsvoller Kammermusikkonzerte entwickelt. Partner wie Christian und Tanja Tetzlaff, Gustav Rivinius sowie Antje Weithaas wirken regelmäßig mit. Die Festivalkonzerte sind bei EMI und CAvi als Livemitschnitte erschienen. Neben den genannten Partnern verbindet Lars Vogt eine langjährige Zusammenarbeit mit Klaus Maria Brandauer und Konrad Beikircher.

Für EMI Classics hat Lars Vogt fünfzehn CDs eingespielt, u.a. mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado; außerdem Konzerte von Beethoven, Schumann und Grieg mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle. Neuere Aufnahmen umfassen eine Einspielung mit Solowerken von Schubert, Mozart Konzerten mit dem Mozarteum Orchester Salzburg sowie mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Paavo Järvi. Eine Solo CD mit Werken von Liszt und Schumann erschien bei Berlin Classics, des Weiteren bei Ondine Duo CDs mit Christian Tetzlaff mit Werken von Mozart und Schumann, Bachs Goldberg Variationen sowie zuletzt eine Aufnahme mit Werken von Schubert.

Lars Vogt ist Initiator des Schulprojektes „Rhapsody in School“, das zu einem sehr angesehenen Bildungsprojekt in ganz Deutschland geworden ist. 2012 präsentierte sich „Rhapsody in School“ erstmals mit zwei Konzerten im Konzerthaus Berlin. 

Seit 2012 bekleidet Lars Vogt eine Professur für Klavier an der HMTM Hannover.