Nürnberger Symphoniker

Vorworte

VORWORT DES INTENDANTEN ZUR SAISON 2016/17, Nürnberg, 08.03.16

Liebe Freunde der Nürnberger Symphoniker, verehrtes Publikum,

eigentlich wollte ich an dieser Stelle nicht ganz ohne Stolz auf die hinter uns liegende Jubiläumssaison "70 Jahre Nürnberger Symphoniker" zurückblicken. Ihr großer Zuspruch bei unseren Konzerten ist uns allen noch in dankbarer Erinnerung.

Nun aber müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass Alexander Shelley zum Ende der Spielzeit 2016/17 Nürnberg Lebewohl sagt. Nach dann acht Jahren außerordentlich erfolgreicher Arbeit wird er uns tatsächlich verlassen. Nicht nur den Symphonikern, sondern auch Ihnen allen wird bei dieser Vorstellung sicherlich ein wenig wehmütig ums Herz. Unvergessen bleiben wird seine frische, gewinnende, elegante und souveräne Art, das Orchester zu leiten und mit dem Publikum zu kommunizieren. Diese Spielzeit bietet also die finale Möglichkeit, den Chefdirigenten mit seinen Nürnberger Symphonikern zu genießen. Ein Termin ist dabei sicherlich ein Muss: In der letzten Ausgabe von Shelley meets … präsentiert Alexander mit seinem Vater, dem berühmten Pianisten Howard Shelley, zwei Klavierkonzerte von Rachmaninow.

Beim Blick auf die weiteren Highlights freue ich mich besonders auf einWiedersehen mit unserem ehemaligen Chefdirigenten Jac van Steen, auf ein erstes Zusammentreffen mit der Stargeigerin Leticia Moreno sowie auf die beiden Ausnahmepianisten David Fray und Lars Vogt – Letzterer greift sogar selbst zum Taktstock. Und als Novität singen im traditionellen vorweihnachtlichen Konzert erstmals keine Knaben, sondern Mädchen: der preisgekrönte Mädchenchor Hannover! Ihr Interesse verdienen aber auch unsere Veranstaltungsreihen Nachmittag Extra sowie Symphoniker Plus, diesmal mit Fitzgerald Kusz, Charlie Chaplin und Symphonic Klezmer.

Mit der neuen Spielzeit 2016/17 haben wir die Angebotsstruktur unserer Konzerte erneuert. Die bisherigen Abonnement- und Sonntagskonzerte heißen nunmehr Symphonische Konzerte und werden auf den folgenden Seiten in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Eine weitere Neuerung wird die unterschiedlichen Wünsche unseres Publikums erfüllen: Mit dem neuen Flexi-Abo, bei dem man ganz individuell sechs Konzerte auswählt, kann jeder aus diesen 20 Symphonischen Konzerten seine "Rosinen" herauspicken. Übrigens: Bei den bisherigen Abos am Samstag oder Sonntag sowie den Schnupper-Paketen ändert sich nichts!

All das wäre ohne eine verlässliche finanzielle Unterstützung nicht möglich. Zuallererst geht daher mein Dank an die institutionellen Förderer, den Freistaat Bayern, die Stadt Nürnberg und den Bezirk Mittelfranken, im Besonderen auch an unseren Hauptsponsor, die Sparkasse Nürnberg. Ein wertvoller Partner ist darüber hinaus die BMW Niederlassung Nürnberg. Für die mediale Unterstützung und die langjährige gute Zusammenarbeit sind wir dem Bayerischen Rundfunk – Studio Franken zu besonderem Dank verpflichtet. Und last but not least soll das ehrenamtliche Engagement der Freunde und Förderer der Nürnberger Symphoniker e.V. nicht ungenannt bleiben. Ein Hinweis zu den Preisen: Nach einer Prüfung durch den Bayerischen Rechnungshof wurden wir verpflichtet, unser im Vergleich günstiges Preisniveau anzuheben. Dem haben wir so moderat wie möglich Rechnung getragen.

Wie immer geht mein größter Dank an Sie, unser geschätztes Publikum, für den herzlichen Zuspruch und die außergewöhnliche Treue. Für Ihr ungebrochenes Interesse darf ich Ihnen in meinem Namen und dem aller Kollegen herzlichen Dank sagen.

Bleiben Sie uns gewogen!
Ihr

Lucius A. Hemmer
Intendant

Lucius A. Hemmer

VORWORT DES CHEFDIRIGENTEN ZUR SAISON 2016/17, Nürnberg, 08.03.16

Liebe Freunde,

nach fast einem Jahrzehnt in Nürnberg fällt es mir schwer, mit den passenden Worten zum Ausdruck zu bringen, wie sehr ich Sie alle vermissen werde. Die Zeit in Nürnberg war von großer Herzlichkeit von allen Seiten geprägt und diese Jahre werden mir immer als glücklicher Teil meines Lebens in Erinnerung bleiben.

Und so möchte ich zuallererst die Gelegenheit nutzen, um mich bei meinen Musikerkollegen und Freunden im Orchester zu bedanken. Sie haben sich in den gemeinsamen acht Spielzeiten in bewundernswerter Weise auf mich und meine Arbeit eingelassen, immer wieder ihr Bestes gegeben für das, was uns allen so sehr am Herzen liegt: die Musik. Ich bin mir sicher, dass sie ihren erfolgreichen Kurs auch in den nächsten Jahren fortsetzen werden.

Mein Dank richtet sich auch an die Kollegen in der Verwaltung für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Dieses außergewöhnliche Team hat erheblichen Anteil daran, dass es immer wieder gelingt, in Nürnberg und der Metropolregion großartige Konzerte zu veranstalten. Besonders danken möchte ich Lucius A. Hemmer für seine Weitsicht, seine rastlosen Bemühungen und seine Professionalität als Intendant. Gleichzeitig danke ich ihm aber auch für seine Freundschaft, mit der er mich in den Nürnberger Jahren begleitet und unterstützt hat. Er ist ein Glücksfall für die Nürnberger Symphoniker. Darüber hinaus geht mein Dank an Katja Frobel, für ihre nicht nachlassende Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.

Bevor es aber im Sommer 2017 ans Abschiednehmen geht, haben wir noch eine wunderbare, spannende Spielzeit vor uns. Ein Höhepunkt der Saison 2016/17 wird sicherlich die 2. Symphonie von Gustav Mahler sein, die wir gemeinsam mit den drei Nürnberger Konzertchören, dem Hans-Sachs-Chor, dem Philharmonischen Chor und dem Lehrergesangverein, am 11. und 12. März zum Klingen bringen. Mit Ania Vegry und Marina Prudenskaya sind zwei wunderbare Stimmen dabei. Schon seit langem wollte ich den faszinierenden Pianisten David Fray zu uns einladen. Nun freue mich sehr, dass er neben weiteren großen Klaviervirtuosen wie Lars Vogt, Mariangela Vacatello und Martina Filjak in Nürnberg zu Gast sein wird. Für mein letztes Konzert in der Meistersingerhalle bin ich sehr glücklich, dass meine zwei Freunde Mark und Erik Schumann das wunderschöne Doppelkonzert von Brahms, das wir letztes Jahr gemeinsam auf CD aufgenommen haben, präsentieren werden. Als kleines Abschiedsgeschenk dürfen Sie sich bei diesem 20. Symphonischen Konzert die Symphonie Ihrer Wahl aussuchen – bitte online abstimmen! Nicht zuletzt bereitet es mir eine besondere Freude, dass mein Vater Howard noch einmal zu Gast sein wird – und zwar mit gleich zwei großartigen Werken von Rachmaninow: dem 1. Klavierkonzert und der Paganini-Rhapsodie. Am 26. November heißt es dann also Shelley meets Shelley.

Und zum Abschluss möchte ich Ihnen, unserem Publikum, ganz herzlich danken. Auch wenn uns unsere Reisen von Prag nach Mailand, von Wien nach Shanghai und von Antwerpen nach Berlin geführt haben, so sind es doch Ihre Leidenschaft für spannende wie anspruchsvolle Musikprogramme sowie Ihre Aufgeschlossenheit und Loyalität für die künstlerische Arbeit, die Franken zu einem der beglückendsten Orte für jeden Auftritt machen. Von ganzem Herzen sage ich Ihnen allen dafür meinen aufrichtigen Dank und wünsche Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute – Goodbye!

Ihr

Shelley

Alexander Shelley
Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker

Alexander Shelley