Nürnberger Symphoniker

Intendant Lucius A. Hemmer

Was wäre ich geworden, wenn ich nicht Intendant geworden wäre?
Jumbo-Pilot oder Astronaut

Diesen Komponisten konnte ich noch nie leiden:
xy, der schlechte Musik komponiert, aber erwartet, aufgeführt zu werden

Bei diesem Essensgericht werde ich schwach:
bei allen Gerichten aus dem Kochbuch von Jaime Oliver und allem, was meine Frau kocht

Mein Vorbild aus der Geschichte:
Gottfried Wilhelm Leibniz. Er war nicht nur Universalgelehrter, sondern hat sogar einen Keks erfunden.

Dieses Buch würde ich zum Lesen empfehlen:
Robert Seethaler: Der Trafikant

Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich ...
alle Reformen, die Deutschland derzeit braucht, auf den Weg bringen.

Lucius A. Hemmer, Jahrgang 1965, wuchs in Hannover auf. Er wurde bereits früh musikalisch gefördert und trat als Kinderdarsteller in mehr als 250 Vorstellungen am Staatstheater Hannover auf. Er studierte zunächst Fagott und später auch Dirigieren in Hannover, Philadelphia und München und absolvierte darüber hinaus ein betriebswirtschaftliches Studium an der AFW Wirtschaftsakademie Bad Harzburg. 

Er wurde mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet (u. a. zwei Mal als 1. Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“) und war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Lucius A. Hemmer wirkte über viele Jahre als freier Musiker und Solist sowie als Lehrbeauftragter an der Musikhochschule München und war Mitglied des Festivalorchesters des Schleswig-Holstein Musik Festivals, wo er als Solofagottist unter Leonard Bernstein, Sergiu Celibidache, Georg Solti, Valery Gergiev und Christoph Eschenbach spielte. Als Dirigent war er vier Jahre Leiter der Camerata Academica, dem Orchester der TU München. Die umfangreiche Mitwirkung bei Rundfunk-, CD- und TV-Produktionen rundet sein musikalisches Profil ab.

Ergänzend wandte er sich ab 1993 verstärkt dem Musikmanagement zu, gründete und leitete verschiedene Ensembles und trat als Veranstalter hervor. Als Tournee- und später als Orchestermanager betreute er im Team von Justus Frantz die Philharmonie der Nationen. 1999 wechselte er als Orchesterdirektor zum Philharmonischen Staatsorchester Halle, anschließend als Intendant zur Kammerphilharmonie Amadé.

Seit 1. September 2003 ist er Intendant der Nürnberger Symphoniker.

Erklärtes Ziel seiner Arbeit ist es, mit den Nürnberger Symphonikern einen kulturellen Mehrwert für die Menschen in der Metropolregion Nürnberg zu bieten und dadurch gesellschaftliche Relevanz zu erreichen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Kinder- und Jugendarbeit, bei der junge Menschen durch geeignete, altersgerechte Konzepte an die klassische Musik herangeführt und dafür nachhaltig begeistert werden. Daneben stehen neue Konzertformate wie Angebote für Menschen mit Demenz oder Genre übergreifende Produktionen mit elektronischer Musik oder Popmusik im Fokus. Höchster qualitativer Anspruch in Verbindung mit modernem Orchestermanagement stehen dabei im Vordergrund.

Neben seiner Tätigkeit als Intendant lehrt Lucius A. Hemmer seit dem Wintersemester 2009/10 im Rahmen eines Lehrauftrages die Schlüsselqualifikationen „Musikrecht, Marketing und Veranstaltungsmanagement“ an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Darüber hinaus wird er regelmäßig als Referent angefragt, u. a. zu den Themen „Neue Marketingstrategien“ sowie im Rahmen der Veranstaltung „WiSo Culturale – Kunst und Kultur für Wirtschaftswissenschaftler“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Orchesterausschuss des Deutschen Bühnenvereins ist er gewähltes Mitglied. Er fungiert als Sprecher der Regionalgruppe Erlangen-Nürnberg der Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. und ist Mitglied des Rotary Clubs Nürnberg-Sebald. Im April 2016 wurde er zum Vorstand der Gesellschaft der Förderer der Hochschule für Musik Nürnberg e. V. gewählt.

Lucius A. Hemmer lebt mit seiner Frau Stefanie und den gemeinsamen Töchtern Josefine und Philippa in Nürnberg.

Lucius A. Hemmer